✅ Tactila von Rolf – Das umfassende Tastspiel-Set für Gruppen (Kita & Hort)
Tactila ist das ideale Komplett-Set von Rolf, um die taktile Wahrnehmung von Kindern spielerisch und effektiv im Gruppenverband zu fördern. Speziell konzipiert für den Einsatz in Kitas, Horten und therapeutischen Einrichtungen, ermöglicht das Set bis zu 16 Kindern gleichzeitig ein fesselndes und lehrreiches Tasterlebnis.
So funktioniert das Tastspiel (Spielprinzip)
Nach dem Motto "Ich fühle, ich fühle, ..." schlüpfen die Kinder mit der Hand in das stabile Tasthaus oder nutzen die praktischen Tastbeutel. Das Ziel: Nur durch den Tastsinn die Form zu identifizieren und herauszusuchen, die auf der jeweiligen Auftragskarte abgebildet ist. Dieses spielerische Prinzip schärft den Tastsinn und das taktile Gedächtnis.
Endlose Vielfalt durch thematische Auftragsstreifen
Um langanhaltenden Spielspaß und eine gezielte Förderung zu gewährleisten, bietet Tactila abwechslungsreiche Sortier- und Spielmöglichkeiten. Die Auftragsstreifen gliedern sich in drei Themenbereiche:
- Tastformen: Fokus auf die reine Wahrnehmung und Differenzierung von Formen.
- Bastelformen: Formen, die in der Praxis häufig verwendet werden.
- Formen mit Begriffen: Kombination von Tastsinn und Sprachentwicklung.
- Thematische Tiefenförderung: Die Auftragsstreifen decken verschiedene Lernbereiche ab – von reinen geometrischen Formen bis hin zur Verknüpfung von Haptik und Sprache (Begriffsbildung).
Pädagogischer Mehrwert und Entwicklungsbereiche
Tactila ist ein wertvolles didaktisches Hilfsmittel, das folgende Kernbereiche der kindlichen Entwicklung unterstützt:
- Wahrnehmung: Gezieltes Erkennen, Differenzieren und Zuordnen von geometrischen und abstrakten Formen (taktile und visuelle Unterscheidung).
- Motorik: Förderung der Feinmotorik und der Auge-Hand-Koordination.
- Kognition: Zuordnung, Erkennen und Einordnen von Positionen und Formen zueinander.
- Sozial-Emotional: Stärkung der sozialen Kompetenz und der Kommunikation im gemeinsamen Spiel.
- Inhalt: 1x Tasthaus, 64x Tastformen, 64x Auftragskarten, 16x Auftragsstreifen, 3x Tastbeutel
- Lagerung: 2 praktische Holzboxen zur Materialaufbewahrung inklusive
- Altersempfehlung: Ab 4 Jahren (Achtung: Nicht für unter 3 Jahren geeignet)
- Zielgruppe: Kitas, Horte, Inklusionsgruppen, Seniorenarbeit
Pädagogischer Hinweis: Entdecken Sie spezifische Impulse für die Arbeit in Inklusionsgruppen und zur Autismus-Förderung in unserem Reiter "Pädagogischer Leitfaden" und "Darbietung nach Maria Montessori" .
⚠️ Wichtiger Sicherheitshinweis
Achtung! Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren. Erstickungsgefahr durch verschluckbare Kleinteile.
Wissenswertes & FAQ
Können wirklich 16 Kinder gleichzeitig spielen?
Ja, das Set ist durch die 16 Auftragsstreifen und die große Menge an Tastformen (64 Stück) explizit für die Gruppenarbeit ausgelegt. Kinder können entweder einzeln mit den Tastbeuteln arbeiten oder sich am Tasthaus abwechseln.
Ist Tactila auch für die Seniorenarbeit geeignet?
Absolut. In der Gerontotechnik und Ergotherapie wird Tactila häufig eingesetzt, um die Feinmotorik zu erhalten und das kognitive Zuordnungsvermögen bei Demenzpatienten spielerisch zu aktivieren.
Wie wird das Material am besten aufbewahrt?
Im Lieferumfang sind zwei robuste Holzboxen enthalten, in denen alle Kleinteile nach dem Spiel sicher und übersichtlich verstaut werden können. Das Tasthaus selbst dient als attraktives Blickfang-Element im Spielregal.
Ist Tactila für die Montessori-Pädagogik geeignet?
Ja, Tactila fügt sich perfekt in die Montessori-Lehre ein. Es fördert gezielt den stereognostischen Sinn (das Erkennen von Gegenständen ohne Hinsehen). Durch die Isolierung des Tastsinns im Tasthaus und die integrierte Kontrolle des Fehlers (Selbstkorrektur beim Abgleich mit der Karte) entspricht es den höchsten didaktischen Ansprüchen der Montessori-Materialien. Eine detaillierte Anleitung finden Sie im Reiter "Montessori-Darbietung".
Pädagogischer Leitfaden: Tactila in der inklusiven Praxis
Das Tactila-Set von Rolf ist ein Paradebeispiel für "begreifbares" Lernen. Es reduziert die Welt auf das Wesentliche: die Form.
1. Fokus Autismus & ADHS
Für Kinder im Autismus-Spektrum bietet Tactila eine klare, reizarme Struktur. Das Tasthaus wirkt wie ein geschützter Raum für die Hand, in dem keine visuelle Überreizung stattfindet. Dies fördert die Selbstregulation und hilft Kindern mit ADHS, ihre Aufmerksamkeit gezielt auf einen einzigen Reiz (das Gefühl der Form) zu lenken.
2. Taktile Serialität & Kognition
Durch die Auftragsstreifen lernen Kinder, Abfolgen zu verstehen. Sie müssen nicht nur eine Form finden, sondern diese in eine logische Beziehung zu den Karten setzen. Das stärkt die Handlungsplanung und das räumliche Vorstellungsvermögen.
3. Sprachentwicklung (Begriffsbildung)
Die Kombination aus Fühlen und Benennen ("eckig", "rund", "glatt", "kantig") verankert Adjektive und geometrische Begriffe tief im Langzeitgedächtnis. Es findet ein Transfer vom taktilen Reiz zum abstrakten Wort statt.
4. Inklusion bei Sehbeeinträchtigung
Tactila ist ein exzellentes Werkzeug für Kinder mit Sehbehinderungen. Da das Spielprinzip rein auf dem Tastsinn basiert, können sie auf Augenhöhe mit ihren sehenden Altersgenossen interagieren, was das Selbstbewusstsein und die Inklusion fördert.
Darbietung nach Maria Montessori: Die Übung des stereognostischen Sinns
In der Montessori-Pädagogik dient Tactila der Schulung des stereognostischen Sinns – der Fähigkeit, Gegenstände allein durch Berührung zu erkennen. Diese Darbietung fördert die Konzentration, die Abstraktionsfähigkeit und die innere Ruhe.
1. Die Vorbereitung
Der Pädagoge bereitet die Umgebung vor. Das Tasthaus steht zentral auf einem Arbeitsteppich oder Tisch. Eine Auswahl von 5 bis 8 deutlich unterscheidbaren Tastformen liegt in einer der Holzboxen bereit. Die entsprechenden Auftragskarten liegen verdeckt daneben.
2. Die Einladung & Isolierung
Das Kind wird eingeladen: „Ich zeige dir heute, wie du mit deinen Händen sehen kannst.“ Der Pädagoge führt vor, wie eine Hand im Haus verschwindet, während der Blick des Kindes nach außen gerichtet bleibt. Die visuelle Isolierung ist entscheidend, um die Konzentration ganz in die Fingerspitzen zu lenken.
3. Die Durchführung (Darbietung)
- Schritt 1: Der Pädagoge deckt eine Auftragskarte auf (z. B. den Kreis). Er betrachtet die Karte schweigend.
- Schritt 2: Er führt eine Hand in das Tasthaus. Mit tastenden Bewegungen sucht er die Form. Dabei verlangsamt er seine Bewegungen, um die Aufmerksamkeit auf den Prozess zu lenken.
- Schritt 3: Hat er die Form gefunden, umschließt er sie fest und holt sie langsam heraus.
- Schritt 4: Er legt die Holzform direkt auf die Abbildung der Karte.
4. Die Kontrolle des Fehlers
Hier greift das Prinzip der Selbstkorrektur: Das Kind sieht sofort, ob die 3D-Form exakt die 2D-Abbildung auf der Karte abdeckt. Passt die Form nicht, legt der Pädagoge sie ohne Kommentar zurück und beginnt erneut. Es gibt keine verbale Korrektur durch den Erwachsenen – das Material leitet das Kind.
Erweiterung: Die Drei-Stufen-Lektion
Um den Wortschatz zu festigen, kann im Anschluss die Drei-Stufen-Lektion angewendet werden:
- Benennung: „Das ist der Würfel. Das ist die Kugel.“
- Wiedererkennen: „Gib mir bitte den Würfel.“
- Beherrschen des Wortes: „Was ist das?“ (Zeigen auf die Form).
Hinweis für Pädagogen: Achten Sie darauf, dass die Übung in Stille durchgeführt wird, um die sensorische Konzentration nicht zu unterbrechen.
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